Linksammlung: Wie die Online-Medien über Facebooks Börsenstart berichten

Heute Nachmittag um 17.30 Uhr deutscher Zeit war es soweit: Der erste Aktienkurs der Facebook-Aktie an der New Yorker Börse wurde offiziell veröffentlicht.

Zuvor hatte Mark Zuckerbergs Gelddruckmaschine auch in Deutschland eine bemerkenswert umfangreiche Berichterstatung bekommen. Ich habe mir mal angeschaut, wie die verschiedenen Online-Medien im Verlauf des Tages über den Börsengang von Facebook berichtet haben. Weiterlesen

Von ewig gestrigen und anderen Medienwissenschaftlern


Bei Facebook und auf Google+ hat sich auf den Seiten von ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Wolfgang Blau eine interessante Diskussion entwickelt. Ausgangspunkt war ein Interview des Medienwissenschaftlers Michael Haller, der sich gegenüber Werben & Verkaufen für eine stärke Komplemantarität zwischen gedrucktem SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE aussprach (leider noch nicht online verfügbar!). Oder, um es mit seinen eigenen Worten zu sagen:

“Zielführender wäre es aus meiner Sicht, beide Angebote wieder stärker voneinander abzugrenzen: Komplementarität statt Konvergenz. Das heißt, Spiegel Online sollte noch schneller und noch stärker newsgetrieben sein mit harmlos-nettem Entertainment für die unter 30jährigen.”

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Erfrischend anders: ZDF.de relauncht im neuen Gewand


Die Website des ZDF erstrahlt seit heute Morgen in neuem Design. Auf dem Mainzer Lerchenberg orientiert man sich jetzt deutlich an der Tablet-Optik und konzentriert sich noch mehr auf bewegte Bilder. Mit Storify habe ich einen Überblick über den Relaunch-Prozess erstellt, den die Redaktion vorbildlich transparent im Netz begleitet hat. Weiterlesen

To pay or not to pay: Warum die Diskussion über Paywalls im Netz so unsachlich ist



In Deutschland gewinnt dank SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo derzeit die Diskussion über die Einführung von Paywalls für Nachrichten-Websites wieder mehr an Fahrt. Gegner und Befürworter von Bezahlinhalten stehen sich dabei scheinbar unversöhnbar gegenüber. Weiterlesen

Weise Worte, gelassen ausgesprochen (1)

“If 75% of users are coming to the story page - why are we spending such a huge amount of time designing the home page?”

Richard Gingras, Googles “Head of News and Products” beim 13. International Symposium on Online Journalism in Austin, Texas (via Nieman Journalism Lab)

Fünf kostenlose iPhone-Apps, die jeder Multimedia-Journalist kennen sollte

Mobile Reporting kommt mittlerweile auch in Deutschland langsam an – kein Wunder, sind die meisten Smartphone-Kameras doch inzwischen so gut ausgestattet, dass sie einen ganzen Rucksack voll mit herkömmlichen Equipment durchaus ersetzen können. Doch bei einfachen Fotos und Videos ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: Dieser Artikel stellt fünf kostenlose iPhone-Apps vor, die den Arbeitsalltag für Journalisten erleichtern und neue multimediale Möglichkeiten bieten.

Cinemagram – Cinemagraphs ohne Photoshop

Mit Cinemagram kann man relativ einfach Cinemagraphs erstellen. Die kurzen, animierten Bilder sind immer dann sinnvoll, wenn in einem herkömmlichen Foto noch einmal ein besonderes Augenmerk auf eine bestimmte Bewegung gelegt werden soll. Diese Beispiele aus berühmten Filmen zeigen schon ganz gut, was mit Cinemagraphs möglich ist. Aber die New York Times hat auch schon bewiesen, dass der Einsatz von Cinemagraphs durchaus auch im journalistischen Arbeitsumfeld Sinn machen kann. Mit Cinemagram muss man jedenfalls jetzt keine endlosen Stunden mehr mit Photoshop und After Effects zubringen, um ein einzelnes Cinemagraph zu erstellen.

Link zur App  |  Best-Practice-Beispiel  |  Link zur Website Weiterlesen

Sonntags-Surftipps (5): Vlothoer Anzeiger, E-Mail-Anhänge und der Preis des Kostenlosen


“Vlothoer Anzeiger verabschiedet sich ins Netz”: In letzter Zeit hat die Diskussion um Paywalls und neue Geschäftsmodelle für Zeitungswebsites ja auch in Deutschland wieder an Fahrt gewonnen. Selten aber hat sich hierzulande eine Tageszeitung zu so einem radikalen Schritt entschieden wie der Vlothoer Anzeiger, der in Zukunft statt täglich nur noch einmal im Monat gedruckt erscheinen wird – und seine Leser ansonsten ausschließlich über das Netz informieren will. Der richtige Weg?

Father of the email attachment”: 20 Jahre nach der Erfindung des E-Mail-Anhangs widmet der Guardian dem Erfinder Nathaniel Borenstein einen ausführlichen Artikel. Der hasst den englischen Begriff “Atachment” bis heute – und hatte ursprünglich auch mal geplant, dass man irgendwann Gerüche per E-Mail übers Netz verschicken kann. Gott sei Dank hat das bis heute noch nicht funktioniert.

“Der Preis des Kostenlosen”: Der Hessische Rundfunk hat Ende März in Kooperation mit dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der TU Darmstadt ein neues Blog gestartet. Das will der Frage nachgehen, welchen konkreten Wert einzelne Daten der Internet-User für Anbieter und Werbende auf den diversen Plattformen haben. Außerdem wollen die Forscher herausfinden, was den Nutzern selbst ihre Privatheit im Internet wert ist. Könnte also durchaus spannend werden.

Bildquelle:
Screenshot / vlothoer-anzeiger.de

Sonntags-Surftipps (4): Aprilscherze, Teleprompter und die Tücken des Datenjournalismus


“Inturdusing CatBlock”: Der wohl beste Aprilscherz des Jahres geht auf das Konto der Entwickler des Ad-Blockers AdBlock, die heute einfach mal alle geblockten Werbebanner durch Katzenfotos ersetzten. Hübscht das Internet mächtig auf, finde ich.

Das Prozentzeichen oder Fallstricke beim Datenjournalismus“: ZEIT ONLINE ist in dieser Woche mit einer neuen Visualisierung live gegangen, die darstellt, wie zufrieden die Deutschen aktuell mit der Regierungsarbeit sind. Die Redaktion von Wolfgang Blau zeigt damit einmal mehr, ihre Vorreiterrolle in Sachen Online-Journalismus. Bei aller Euphorie hat die neueste Produktion aber durchaus auch ihre Tücken, wie Lorenz Matzat in seinem Blog erläutert.

Teleprompter per iPad: Zwar schon ein paar Tage älter, aber trotzdem noch ganz interessant ist das Foto, das ZDF-Reporterin Susanne Freitag während ihres Dauereinsatzes rund um die Belagerung des Attentäters von Toulouse bei den amerikanischen Fernseh-Kollegen gemacht hat. Außerdem auch lesenswert: Die Frankreich-Korrespondentin des MDR, Daniela Kahls, schildert ihre Erfahrungen aus Toulouse im MDR-Korrespondenten-Blog.

Bildquelle:
Screenshot / ZEIT ONLINE

Sonntags-Surftipps (3): ZEIT ONLINE, Nicholas Felton und das “Quantified Self”

Facebook-Seite von ZEIT ONLINE: Seit Anfang März erscheinen jetzt auch die Facebook-Pages im neuen Timeline-Look. ZEIT ONLINE hat seine Seite gleich umgebaut und liefert jetzt eine hervorragende Chronik der eigenen Entwicklungsgeschichte, inklusive Screenshots aus den Anfangstagen des Webs. Eine schöne (wenn auch nicht revolutionäre) Idee sind auch die täglich wechselnden Titelbilder. Gut gemacht!

An interview with Nicholas Felton”: Wie es der Titel schon vermuten lässt, ein interessantes Interview mit Nicholas Felton über die Gestaltung der Facebook Timeline. Falls ihr euch fragt, woher ihr Felton kennt – das ist der Typ, der mit seinen “Personal Annual Reports” regelmäßig ein wunderbares Beispiel für das “Quantified Self” setzt.

The Personal Analytics of My Life”: Weil wir einmal beim Thema “Quantified Self” sind: Stephen Wolfram, der Gründer der alternativen Suchmaschine Wolfram Alpha hat aufgeschrieben und visualisiert, welche Erkenntnisse ihm die Daten, die er seit Jahren über sich selbst sammelt, gebracht haben.

Bildquelle:
Screenshot / facebook.com/zeitonline

ITV-News-Relaunch: Der Live-Ticker weitergedacht

Es ist der wohl bemerkenswerteste Relaunch einer News-Website (Sorry, FAZ! Sorry, SZ!) seit langem: Der britische Fernsehsender ITV ist Anfang der Woche mit einer komplett überarbeiten Version seiner Nachrichten-Seite online gegangen. Das Besondere: Die Inhalte sind in einer Art kontinuierlichem Nachrichtenstrom nach ihrem Erscheinungsdatum angeordnet – und werden nicht mehr vorrangig in ausführlichen Geschichten zusammengefasst. Stattdessen wird ein Thema in viele kleine News-Häppchen zerlegt, die über den Tag nach und nach ein Gesamtbild der Nachrichtenlage ermöglichen. Neben diesen kurzen News-Brocken werden auch immer wieder Tweets von (ITV-)Journalisten und aus anderen Quellen veröffentlicht, wie zum Beispiel zwei Tweets der französischen Journalistin Nabila Ramdani zu den Attentaten von Toulouse. Die ITV-Journalisten werden also zu News-Kuratoren. Weiterlesen